Elisabeth Schönwerth verstorben

Elisabeth Schönwerth war die echte Enkelin von Franz Xaver von Schönwerth. Ihr Großvater war schon 35 Jahre tot, als sie zur Welt kam. Frau Schönwerth war an der Entdeckung und Bekanntmachung der Sammlungen ihres Großvaters immer sehr interessiert

 

sie war 2010 bei seinem 100. Todesjubiläum am Alten nördlichen Friedhof in München dabei

(Bild: Dr. Adolf und Erika Eichenseer, Klaus und Elisabeth Schönwerth, Dr. Wolfgang Kunert)

 

und auch bei der Feier im Oberpfälzer Freilandmuseum Neusath-Perschen, als "Schönwerth heimgekehrt ist in seine Heimat".

In der festlich geschmückten Kutsche saßen der Urenkel Klaus Schönwerth, Elisabeth Schönwert und ein Schauspieler, der als Sammler und Forscher in verschiedenen Szenen im Freilandmuseum Schönwerth verkörperte.

Gedanken zur Person von Elisabeth Schönwerth

Elisabeth Schönwerth wurde als jüngstes von 4 Kindern des Arztes Dr. Arnulf Schönwerth, dem Sohn von Franz Xaver von Schönwerth, und seiner Frau Julie am 26.12.1920 in München-Schwabing geboren. Bereits im Alter von 8 Jahren verlor sie ihren Vater. Danach mussten ihre beiden wesentlich älteren Schwestern für den Lebensunterhalt der Familie sorgen, da ihr Bruder im zweiten Weltkrieg in Rußland vermisst blieb. Elisabeth wurde daher von Kindheit an auf größte Sparsamkeit erzogen. Das hat sie so verinnerlicht, dass diese Eigenschaft ihr ganzes Leben prägte. sie erlaubte sich keinerlei Luxus, sondern blieb in ihrem Lebensstil immer äußerst bescheiden, doch half sie Notleidenden immer großzügig.

Beruflich war sie zunächst Diätassistentin, dann Röntgenassistentin, dann fand sie ihre eigentliche Bestimmung. In Fürstenfeldbruck arbeitete sie bis zu ihrer Pensionierung bei der Bundeswehr als Bibliothekarin.

Wichtig waren ihr kleine Kulturreisen, vor allem aber auch Radwanderungen, später Wanderungen mit ihrer "Ersatzfamilie", der Wandergruppe, die ihr bis zum Tod die Treue hielt.

Bescheiden, gläubig und unerkannt lebte sie in einem Seniorenheim in Unterhaching bei München, interessiert an allem, was die damals noch junge Schönwerth-Gesellschaft über ihren Großvater ans Licht brachte. Sie hat diesen Großvater nie kennengelernt, er war 1886 verstorben. Auch von seinen umfangreichen Sammlungen war sie nur am Rande unterrichtet, doch das Interesse an ihm und seiner Arbeit war ganz deutlich zu spüren.

Zu ihrem 90. Geburtstag kam eine Abordnung der Gesellschaft, an der Spitze der Präsident Dr. Adolf Eichenseer und seine Frau Erika, ins Heim und brachte ihr und ihren Verwandten sowie ihren Heim-Mitbewohnern ein rauschendes Fest mit Geschichten und Musik zum Geschenk. Herzliche Freude strahlte aus ihren lebhaften Augen.

Friedlich und sanft hat sie diese Welt im Februar 2017 verlassen. Zu ihrer Beisetzung im Waldfriedhof München waren der designierte Präsident der Schönwerth-Gesellschaft, Dr. Martin Dallmeier, und Erika Eichenseer angereist.

Pfarrer Zoran Mandic und Erika Eichenseer